Glänzender Saisonauftakt

Bei der 1. Leistungsüberprüfung des Deutschen Ruder-Verbandes für Junioren in Brandenburg belegte Melanie Staelberg vom Uerdinger Ruderclub zusammen mit ihrer Partnerin Svenja Sanders einen hervorragenden 2. Platz im Juniorinnen Zweier ohne Steuerfrau. Nach Vor- und Zwischenlauf war im Finale nur die Renngemeinschaft aus Essen und Herdecke schneller, was jedoch zu verschmerzen ist, bilden diese beiden Zweier doch seit einem Jahr einen gemeinsamen Vierer.

Dessen Leistungsstärke soll auf der Junioren-Regatta in drei Wochen in München gegen nationale und internationale Konkurrenz getestet werden.

Nicht so wie erhofft, lief es für den Zweier mit dem Uerdinger Tim Hindes. Nach gutem Vorlauf blieben Tim und sein Partner im Zwischenlauf weit unter ihren Möglichkeiten und rutschten in der Rangliste weit ab. In den letzten Finallauf gesetzt, zeigten die beiden ein gutes Rennen und konnten diesen deutlich gewinnen. Hier bleibt der weitere Saisonverlauf abzuwarten.

Text: Tobias Kramm

Pfingst-Tour 2003 um Emden

Pfingst-Tour 6. – 10. Juni 2003 im Moin-Moin-Land um Emden

Teilnehmer Ruderer: Ortskundige: Otto Geerds, Rainer Wissel, Silvia Wissel (9. Juni)
Andreas Birmes, Günther Birmes, Marlies Birmes, Hans-Ulrich Buschhaus, Helga Hebenstreit, Achim Kleinbrahm, Paul Muckel, Folkard Rosenbaum, Fritz Sandkamp, Werner Schneider,
Volker Terwesten, Angelika Wegen, Hans-Werner Wegen
Radfahrerinnen: Waltraud Geerds, Margret Kleinbrahm, Heike Luckenbach, Angret Rosenbaum, Ines Sandkamp, Bärbel Terwesten,
Silvia Wissel (7. Juni)
Begleitung: Karl-Heinz Hebenstreit
Bericht Ruderer: Hans-Ulrich Buschhaus
Bericht Wattwanderer: Werner Schneider

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Am Freitag, 6. Juni, ging es mittags los aus dem dunstig-bewölkten Rheinland in Richtung Emden in Ostfriesland. Kurz vor Pfingsten waren wir nicht die einzigen, die die Autobahn befuhren; nach einigen Staus und zähflüssigem Verkehr kamen wir spät nachmittags – aber immer noch pünktlich – in Widdelswehr (ca. 8 km südöstlich Emden-Stadtmitte) an, wo unser Stammquartier im Hotel „Gulfhof“ Temmen festgemacht war. Nach Belegen der Zimmer trafen wir uns bei angenehm sommerlichem Wetter zunächst zu einem Aperitif auf der Terrasse des Hotels, um dann gemeinsam das Abendessen im Hotelrestaurant (überwiegend Scholle-Variationen) einzunehmen. Das gemütliche Beisammensein wurde dazu genutzt, dem Ehepaar Waltraud und Otto Geerds für die intensive Mithilfe bei der Planung der Tour zu danken; als Lohn für die Mühen wurden drei selbst modellierte Krefelder Pinguine für Haus und Garten überreicht. Danach wurde draußen weiter geplaudert, bis gegen Mitternacht die Müdigkeit zu Bett rief.
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Am Samstag, 7. Juni, wurden nach einem reichhaltigen Buffet-Frühstück vom Fahrtenleiter Günther Birmes die Boote eingeteilt und an die Bootsführer Wegeskizzen ausgehändigt. So auf die kommenden Ereignisse vorbereitet, brachten uns die Damen zum Emder Ruderverein, der uns freundlicherweise die gesteuerten Vierer „Ratsdelft“, „Bedekaspel“ und „Falderndelft“ zur Verfügung stellte. Als fehlenden 14. und 15. Mann fanden wir Unterstützung durch Otto Geerds und Rainer Wissel vom Emder Ruderverein, die dankenswerterweise ihr verlängertes Wochenende für uns geopfert haben. Bei teilweise schwülem, heiter bis wolkigem Wetter ging es dann um ca. 10:40 Uhr los, zunächst durch die Kanäle in der Emdener Innenstadt, dann stadtauswärts Richtung Nord über Hinte (vorbei an der alten Mühle) nach Loppersum und anschließend durch das „Loppersumer Tief“ und „Alte Greetsieler Tief“ über Longewehr, Eilsum, Middelstewehr nach Greetsiel. Zwischendurch wurde an einem Steg, der zu einem privaten Campingplatz gehört, Mittagsrast eingelegt; dass wir dort nicht unbedingt willkommen waren, ließen uns die Bewohner recht deutlich spüren. Um 15:30 Uhr war die Tagesetappe gleich nach den beiden bekannten Greetsieler Mühlen geschafft. Die Boote durften wir bei dem Steg des Tretbootverleihs ablegen, und die Skulls fanden eine sichere Unterbringung in der Tretboothalle. Nach einem kurzen Bummel durch Greetsiel warteten wir in einem Gartencafe auf die Damen, die uns um 17:15 Uhr abholten und zum Hotel zurückbrachten. Ab 19:30 Uhr wurde gemeinsam das Abendessen im „Steakhaus Hacienda“ (überwiegend Balkan-Küche) eingenommen; den Abend ließen wir auf der Hotelterrasse ausklingen.
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Am Pfingstsonntag, 8. Juni, brachten uns die Damen nach dem Frühstück wieder nach Greetsiel, wo Gott sei Dank die Boote noch unbeschädigt am Ufer lagen. Nach dem Aufsammeln der Skulls aus dem Tretbootlager und Klarmachen der Boote wurde um 10:45 Uhr abgelegt in Richtung Süden; die Fahrt führte uns durch das „Neue Greetsieler Tief“ über schmale, kurvenreiche Strecken, die nicht mehr als bootsbreit waren, zunächst nach Visquard, Groteland, Metzenheerd, Kloster Sielmönken und Hammrich, bis wir in Hinte wieder auf das Siel nach Emden stießen. Hinter Hinte wurde es immer dunkler, schwarze Gewitterwolken zogen am Himmel auf, begleitet von Blitz und Donner. Wir hatten gerade die Brücke unter der Autobahn am Stadtrand von Emden passiert, als es anfing zu regnen. Wir schnell kehrt gemacht und uns unter die Brücke gestellt. Das war auch gut so, denn es fing an, wie aus Eimern zu schütten, sodass man kaum die Hand vor Augen sah. Nach einer halben Stunde hörte der Regenguss auf, und wir führten unsere Fahrt nach Emden zum Abschluss. Die Boote wurden eingeräumt, danach trafen wir uns auf ein Bier in der Vereinsgaststätte, wo Kleinbrahms über Handy die Nachricht bekamen, dass durch ein schweres Gewitter in Krefeld ihr Keller überflutet worden war. Die Stimmung war danach sehr gedämpft. Kleinbrahms fassten schweren Herzens den Entschluss, die Tour vorzeitig zu beenden, um zu Hause nach dem Rechten zu sehen. Im verkleinerten Kreis wurde in „Endjer´s Landhaus“ das Abendessen (empfehlenswert, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis) eingenommen. Zur Verdauungsförderung diente bei stürmischem Wind ein Gang über den Ems-Deich; nach einem Absacker im Hotel ging es zum Schlafen.
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Am Pfingstmontag, 9. Juni, hatte sich das schlechte Wetter verzogen: Es war zwar bei einer steifen Brise recht kühl, aber heiter bis wolkig. Nachdem diejenigen, die abends die Heimreise antreten wollten, ihre Rechnung beglichen hatten, ging es zum Bootshaus, wo wir um 10:30 Uhr ablegten. Da die „Bedekaspel“ am Vortag einen Schaden an einem Rollsitz hatte, wurde sie gegen die „Normandie“ ausgetauscht. Durch die vorzeitige Abreise von Kleinbrahms wäre leider ein Bootsplatz unbesetzt geblieben, aber glücklicherweise fand sich Silvia Wissel (die bereits am Samstag die Radlerinnen unterhalten und geführt hatte; an dieser Stelle nochmals unser aller herzlichster Dank hierfür) bereit, den vakanten Platz einzunehmen, sodass alle drei Boote in voller Besetzung die Fahrt antreten konnten: Nach den Innenstadtkanälen ging es nach Nordosten, am Emdener Flughafen vorbei, zum Hieve-See, der bei recht heftigen Wellen durchquert wurde. Die weitere Fahrt führte uns am Westufer des „Großen Meeres“ im Bedekaspeler Marsch nach Südbrookmerland, wo wir im „Meerwarthaus Ubben“ unser Mittagessen einnahmen (kalt-warmes Buffet, sehr reichhaltig, preiswert, empfehlenswert). Mit prall gefüllten Mägen ging es am Loppersumer Meer vorbei über Loppersum nach Hinte, wo wir an der Mühle rast machten, an der es im Rahmen eines Heimattages recht fröhlich zuging. Nach der Pause eilten uns die Boote Ratsdelft und Falderndelft voraus; bis wir mit der Normandie abgelegt hatten, waren die beiden anderen Boote bereits außer Sichtweite. Es kam, wie es kommen musste: In Unkenntnis der Fahrstrecke entschied der Steuermann (das war ich), hinter der Mühle nach rechts abzubiegen. Nach einigen Kilometern merkten wir aber, dass wir uns zu sehr nach Südwesten bewegten: Wir hatten den falschen Weg auf das „Knockster Tief“ eingeschlagen! Also zurück nach Hinte, dann in die richtige Richtung nach Emden, wo schon nach kurzer Strecke die beiden anderen Boote verzweifelt auf uns warteten. Gemeinsam ging es dann zurück nach Emden durch die verwinkelten Innenstadtkanäle, wo wir die Boote am Bootshaus anlegten und reinigten. Der größere Teil der Teilnehmer machte sich dann auf die Heimreise nach Krefeld, um am nächsten Tag den Alltag anzutreten, während der kleinere Teil sich auf eine Wattwanderung vorbereitete (Bericht von Werner Schneider siehe unten).

Dank der hervorragenden Vorbereitung durch die Ehepaare Birmes und Geerds verlief die Tour – abgesehen von dem Gewitterschauer und seinen Folgen sowie dem ungewollten Abstecher der „Normandie“ in das Knockster Tief – problemlos. Wie gewohnt, ließen die Stimmung und der Teamgeist nichts zu wünschen übrig. Die Fahrt wird den Teilnehmern sicherlich noch lange Zeit in angenehmer Erinnerung bleiben.

Text: HANS-ULRICH BUSCHHAUS Aktualisiert:12.02.2004

Wattwanderung 10. Juni 2003

Am Dienstag schloss sich für einige von uns (Helga, Marlies, Günther, Otto, Paul und Werner) die geplante Wattwanderung von Norddeich nach Juist an, unter Leitung unseres Emdener Ruderfreundes Erhard Bode, zugleich staatlich geprüfter Wattführer. Er brachte uns sehr kundig und absolut sicher von Norddeich (deutlich westlich des Fährhafens) auf die Insel (etwas westlich der Wilhelmshöhe). Zunächst ging´s wacklig mit Rucksack über eine schmale Kribbe, dann 300 m durch waden/knietiefen Schlick. Werner fiel seitlich hin, und Marlies auf die Knie. Das waren die beiden einzig schwierigen Stücke, der Rest war Kondition, 11,2 km in 4 Stunden, 11:30 – 15:30 Uhr von Land zu Land (weshalb die Tour nicht offiziell im Kurprogramm angeboten wird). Fröhlich wanderten wir bei leicht bedecktem Himmel auf nassem Grund, mal grob sandig, mal schlickig, mal fußtief, mal wadentief im Wasser, auch mal mit geschlossenen Augen auf das vorher vom Führer ausgemachte „Matterhorn“ auf Juist zu (Otto wäre dort als Einziger angekommen, die meisten jedoch nach rechts in Norderney), über leere Muscheln in Mengen hinweg, um Massen von Wattwürmern herum, mit vielen Erläuterungen unseres Führers, Mittagsrast im Stehen, durch mehrere Priele, zuletzt um genau 14:30 Uhr bei tiefstem Niedrigwasser durch den Schifffahrtspriel, wegen des günstigen Ostwindes nur oberschenkeltief, auf Anregung des Führers ein Halstuch Helgas in 2,50 m Höhe an einen Pricken gebunden (Stangen zur Kennzeichnung der Fahrrinne), zuletzt noch mal einige 100 m knöcheltiefer Schlick, an Land, zu einem Reiterhof, mit Schlauch vom Schlick befreit, mit ersten Regentropfen im Zickzack durch Juist zur Fähre, ab 18:00 Uhr, um 18:30 Uhr vorbei an Helgas Halstuch – gerade im Wasser – zurück nach Norddeich und spätes Abendessen in dem schon bekannten Steakhaus Hacienda in Emden. Ein ganz tolles Erlebnis!

Jugendwanderfahrt 2001 auf dem Neckar

„Ein Mops kam in die Küche“ Jugendwanderfahrt 2001 auf dem Neckar

Die diesjährige Wanderfahrt der Jugend fand auf dem Neckar statt, und war im Vergleich zum letzten Jahr ausnehmend gut besucht: An einem sonnigen Montagmorgen, um genau zu sein am 30. Juli, versammelten sich Benedikt und Miriam Winzen, Moritz und Yannick Linke, Marbod und Malte Kohns, Tim Hindes und Axel Küppers, sowie unsere Führerscheininhaber Ulrich Helker und Sven Mazur, die ehrenwerte Fahrtenleitung, d.h. Sandra Buschhaus und Janine Horster und nicht zu vergessen Rolf Horster, der uns bei Hin- und Rückfahrt helfen sollte, vor unserem Ruderclub und zwei Bussen, um in Richtung Neckar aufzubrechen. Den zweiten Bus hatte uns die Uerdinger DLRG freundlicherweise ausgeliehen. Die Boote übernachteten an diesem Abend in Lauffen, während wir wenige Kilometer weiter beim Ruderclub in Heilbronn Unterkunft fanden. Verständlicherweise musste nach der langen Fahrt durch sommerliche Hitze und der Vorbereitung des Nachtlagers erst einmal Kraft getankt werden, und wenn man so schwer gearbeitet hat, dann ist Kochen natürlich ganz unmöglich, so dass uns eine Filiale einer bekannten amerikanischen Fast-Food-Kette retten musste. Da die Biergartenkultur in Süddeutschland ja viel ausgeprägter ist als hierzulande, und da vor allem Jugendreisen ja kulturell weiterbilden sollen, nahmen wir an diesem Abend natürlich auch noch einen Biergarten mit, in dem es echtes Weizenbier – und natürlich alkoholfreie Getränke – gab. Es wurde denn auch etwas später, und so waren wir leider noch nicht wieder erwacht, als am nächsten Morgen um kurz vor sieben ein rüstiger Rentner seinen Frühsport wenige Zentimeter von uns Schläfern begann, mit Ergofahren natürlich!wander2

Wer schon einmal am wahrscheinlich heißesten Tag des Jahres gerudert ist, der weiß ja, wie man sich fühlt, wenn man stundenlang in der prallen Sonne saß. So zeigte sich das Wanderfahrtenwetter am Dienstag, auf der ersten Etappe von Lauffen nach Bad Wimpfen direkt von seiner besten Seite. Zehn gut gegrillte arme Würstchen gingen am Abend an Land, nahmen die Zelte in Beschlag und kurz Kontakt zu einer anderen Wanderfahrtengruppe aus Celle auf, bevor nach einem üppigen Abendessen der historische Ortskern einer genaueren Betrachtung unterzogen wurde. Vor allem den Ruderinnen aus Uerdingen gefiel die Celler Gruppe recht gut, so dass die Fahrtenleitungen sich zum Gipfeltreffen absonderten, während die anderen noch bis spät in die Nacht zusammensaßen.

Mittwoch war der Tag, an dem das Rudern den meisten wohl am leichtesten fiel. Das Wetter wurde etwas weniger unbarmherzig, und Benny begann damit, etwas für die Moral zu tun, indem er das Singen motivierender Lieder einführte, m den nächsten Tagen wurde ‚Ein Mops kam in die Küche“, das zumindest den KEV Fans bekannt sein sollte, zum Wanderfahrtenlied. Aus Tierschutzerwägungen musste der Text allerdings so abgewandelt werden, dass die Möpse den Sieg davontrugen. „Möpse an die Macht!“ (Zitat Sandra) Das mit den Tieren sollte am Abend in Neckarelz dann aber noch zum Problem werden. Eher unerwünscht waren die Wespen, die sich ungestört um ihr Nest in der Herrentoilette tummelten. Die Hausmeister schien das allerdings nicht zu stören…

Am Donnerstag dann wurde es was das Wetter anging dann endlich richtig angenehm, was vielleicht auch daran lag, dass wir schon früh morgens aufbrechen mussten, um rechtzeitig zur Führung durch die Bootswerft Empacher in Eberbach einzutreffen. Die weltweit führende Ruderbootwerft war sicher ein Höhepunkt der Wanderfahrt, wir konnten in verschiedenen Hallen mit ansehen, wie aus einem Haufen Holz- und Kunststoffmatten in Handarbeit echte Ruderboote werden. Danach richteten wir uns auf einem Campingplatz in Neckargemünd ein, und grillten für die ganze Mannschaft, was zu einer Attraktion für die benachbarten Camper avancierte. Die Nacht versprach stürmisch zu werden, deshalb spannten Axel und Malte ihr Zelt besonders sorgfältig, damit der Regen auch ja draußen bliebe. Die anderen schien das erwartete Schlechtwetter weit weniger zu interessieren. Über Nacht kam der angekündigte Wolkenbruch dann auch, und am nächsten Morgen war das kunstvoll errichtete Zelt das einzige, in das es hineingeregnet hatte…

Der Regen hielt sich hartnäckig, so dass die Moral am Freitag am Boden lag. Wir rafften uns dennoch auf, die Boote zügig von Eberbach nach Neckargemünd zu überfuhren, wurden aber von einem Gewitter überrascht – dennoch, wir mussten die Fahrt nur kurz unterbrechen, um sie dann im Rekordtempo durch den Regen fortzusetzen. Im Eiltempo passierten wir das Vierburgeneck, und hatten nur wenig Zeit, um andächtig innezuhalten. Die präzisen Entfernungsangaben der Fahrtenleitung erwiesen sich als recht hilfreich, da man natürlich bereit ist, sehr viel mehr Einsatz zu zeigen, wenn einem immer wieder versprochen wird, dass man in 800 Metern den Campingplatz erreicht hat. Na ja, irgendwann waren es wirklich nur noch 800 Meter. An diesem Abend fuhren einige aus der Gruppe noch nach Heidelberg, um dort zu erleben, was echter Service in einem Restaurant ist. Die Überraschung war groß, als zweimal Pizza Tonno zu zweimal Pizza Tutto geworden war. Auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht reagierte der Kellner missmutig und streute noch ein wenig Thunfisch AUF die restlichen Beläge. Der Höhepunkt war aber dann erst erreicht, als die zurückgeschickte Pizza kurz darauf wiederkam – nur noch mit Thunfisch belegt und mit schwarzem Rand. Die restlichen Beläge waren sorgfältig abgekratzt worden. Malte geriet daraufhin noch in Disput mit dem Kellner, in dem der arme Mann erklärte, man könne von ihm keine Höflichkeit mehr erwarten, nach so vielen Jahren in diesem Beruf hätte er nichts mehr zu lachen. Fazit: Den ‚Rosengarten“ unbedingt meiden! Wir wurden an diesem Abend allerdings noch durch den Ausblick vom Schloss bei Nacht und einen Live-Feuerwehreinsatz bei McDonald’s entschädigt.

Am Samstag schließlich stand die letzte Etappe bis Mannheim auf dem Plan. Leider wurde das Rudergebiet ab Heidelberg zunehmend, ahm, unattraktiv, aber ansonsten wurden wir nicht durch äußeres Einwirken am Fortkommen gehindert. Der Abschluss der Wanderfahrt wurde in Mannheim noch einmal ausgiebig gefeiert. Ein Andenken fand sich auch noch, da am Ufer des Neckars ein herrenloses Schild, das vor „Eisschlag vom Fernmeldeturm“ warnte, aufgelesen werden konnte. Dieses ist nun in der Herrenumkleide zu besichtigen. Am nächsten Morgen, dem 5. August, schließlich trafen Herr und Frau Horster wieder auf uns, um uns zurück nach Uerdingen zu begleiten. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle! Mit der Gewissheit, eines an Erfahrung gewonnen zu haben, konnten alle wohlbehalten und zufrieden nach Hause zurückkehren. Auf dass wir den Mops im nächsten Jahr wiedersehen!

Text: Malte Kohns Aktualisiert: 15.10.2002

Rudertour Lahn 2001

Von Wetzlar nach Bad Ems auf der Lahn
– Rudertour 6. bis 9. Mai 2001 mit Wandereinlage –

Teilnehmer: H.-U. Buschhaus, A. + K. E. Dennhardt, J. Harm, H. + K.-H. Hebenstreit, M. Jütten, P. Muckel, A. + F. Rosenbaum, K.-H. Rullmann, M. + P. Schiller, W. Schneider, B. + V. Terwesten, M. + M. Wischniewski

Organisation: K. E. Dennhardt

Ruderer: H.-U. Buschhaus, K. E. Dennhardt, J. Harm, H. Hebenstreit, M. Jütten, P. Muckel, F. Rosenbaum, K.-H. Rullmann, M. + P. Schiller, W. Schneider, V. Terwesten, M. Wischniewski

Radler: A. Dennhardt, K.-H. Hebenstreit, A. Rosenbaum, B. Terwesten, M. Wischniewski

Bericht: H.-U. Buschhaus (Ruderer), nobody (Radler)

Recht frisch und wolkenverhangen war es am Sonntag, 6. Mai, als es um 8:30 Uhr losging in Richtung Wetzlar: Der fast neue Bus mit Fahrer Karl Ernst Dennhardt und einigen Teilnehmern war schon etwas früher gestartet, denn es war abzusehen, dass der Bus mit Hänger und den Booten Bettelvogt, Bummler und Emma doch langsamer vorankommen würde als die PKWs von Hebenstreit, Rosenbaum, Rullmann und Wischniewski. So war es dann auch: Nach einer staufreien Fahrt kamen die ersten PKW-Teilnehmer bereits um 10: 45 Uhr in Wetzlar am Festplatz „Bachweide“ bei Flusskilometer 12,5 am rechten Lahnufer, dem vereinbarten Treffpunkt, an; die Wartezeit bis zum Eintreffen der anderen Teilnehmer wurde zu einem kurzen Spaziergang in die schöne Wetzlarer Altstadt genutzt. Um 12:30 Uhr waren dann die Boote aufgeriggert und zu Wasser gelassen: Bettelvogt mit Hebenstreit/Muckel/Rosenbaum/Rullmann/Schneider, Bummler mit Buschhaus/
Jütten/Wischniewski und Emma mit Harm/M. + P. Schiller/Terwesten; K. E. Dennhardt hatte freiwillig den ersten Landdienst übernommen. Vorbei an Kloster Altenberg, Schloss Braunfels, Selters (da, wo das gleichnamige Wasser herkommt) und Löhnberg sowie Passage von 4 handbetriebenen Schleusen ging es bei Nieselregen und leichtem Hochwasser dem Ende der Tagesetappe entgegen; angelegt wurde um 16:15 Uhr beim Weilburger Ruderverein, Flusskilometer 39,8, wo man uns anlässlich des Anruderfestes gegen eine kleine Spende zu einem reichhaltigen Kuchenbuffet einlud. Übernachtet wurde im „Gasthof Zur Linde“ in Freienfels, wo auch um 19:30 Uhr zwecks Selbstbedienung vom Wirt eine rustikale Grillplatte mit Salaten aufgebaut wurde. Gestärkt durch Speis, Trank und angeregte Diskussionen über Politik, Wirtschaft, Religion sowie der wichtigen Frage, wer am nächsten Tag den Landdienst übernehmen würde, ging es dann ab in die Falle.
Textfeld: Kalt war es Anfang Mai!image003

Am nächsten Tag, Montag 7. Mai, ging es nach einem guten Frühstück (Mangelware war nur der Orangensaft, nachdem ihn sich wohl einer der Teilnehmer großzügig in seine Trinkflasche umgefüllt hatte) um 9:30 Uhr weiter mit den Bootsbesatzungen Bettelvogt: Muckel/Rullmann/M. + P. Schiller/Schneider, Bummler: Dennhardt/Hebenstreit/Rosenbaum und Emma: Buschhaus/Harm/Jütten/
Wischniewski (Landdienst hatte V. Terwesten, der nachmittags mit Rosenbaum tauschte): zunächst 200 m stromauf, dann rechts in den 200 m langen Lahntunnel, der nach einer Doppelschleuse wieder in der Lahn mündet. Besonderes Ereignis: Wegen schwierigem Wasser vor der Schleuse Kirschhofen ging ein Enterhaken verloren, der aber später aber wieder eingefangen werden konnte. Bei kühlem, aber trockenem Wetter wurde in Aumenau (Flusskilometer 54,5) Mittagspause gemacht, während derer ein selbstgebackener Kuchen „Eischwer“ (Nomen est omen: Energie ohne Grenzen) gereicht wurde; aus unbekannten Gründen wurde die sonst übliche Flasche Wein nicht geöffnet. Das war auch gut so, denn nach der Weiterfahrt ab 13:30 Uhr wurde bei Flusskilometer 65,3 die Schleuse Runkel erreicht. Was vorher niemand wissen konnte: Wegen Bauarbeiten war die Schleuse außer Betrieb! Jetzt gab es nur zwei Möglichkeiten: Entweder anlegen, Boote ausladen, Boote an Land und durch das Wasser bringen, Gepäck einladen und weiterrudern – oder die meterhohe Staustufe mit viel Schwung herabrudern (was wohl der eine oder andere nach Weingenuss gewagt hätte). Dank der mittäglichen Abstinenz kam man schnell zu der Entscheidung, die Mühsal des Booteumtragens notgedrungen auf sich zu nehmen. Dann geschah das, was viele Einheimische in tiefes Erstaunen versetzte: Rote Ruderboote wurden von keuchenden Wesen unter Behinderung des Autoverkehrs über die Durchgangsstraße durch Runkel getragen. War eine neue Sportart erfunden worden? Ein neuer Zweikampf: Das Wanderrudern nach dem Motto: erst rudern, dann mit den Booten wandern? Wie dem auch sei: Nach knapp einer Stunde Plackerei an Land ging es dann endlich wieder weiter zu Wasser. Gott sei Dank hatten wir ja am Mittag den Kuchen „Eischwer“ gegessen, ohne dessen Kalorienzufuhr die Tortour nicht zu meistern gewesen wäre! Um 16:45 Uhr kamen wir bei Flusskilometer 56,4 in Limburg beim „Limburger Club für Wassersport 1895/1907 e.V.“ an (langer Name, großes Bootshaus, schon morgens Kindertraining am Ergometer), dort die Boote zur Übernachtung abgelegt. Danach – schick in unserer Ruderkleidung – auf durch die Altstadt zum Dom (muss man gesehen haben), dann um 18:15 Uhr Fahrt mit Bus und Autos nach Laurenburg bei Flusskilometer 102 zur Übernachtung in den „Gasthof zum Lahntal“, direkt an der Lahn gelegen. Nach dem Abendessen versuchten noch ein paar Unermüdliche ihr Glück beim Skat, um nach der Plackerei in Runkel totmüde in die Federn zu kriechen.

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Am Dienstag, 8. Mai, wurde nach dem Frühstück aufgebrochen: Mit den Booten? Nein, weit gefehlt, denn diese lagen ja in Limburg! Tatsächlich zog die Mannschaft in Ruderkleidung, bewaffnet mit Ersatzskull und den Bootsflaggen, zum örtlichen Bahnhof, um dort nach Lösen einer Sammelfahrkarte (einfach, keine Rückfahrt) mit dem Zug, planmäßige Abfahrt 9:53 Uhr, stromauf nach Limburg zu reisen. In Limburg galt es, zu Fuß vom Bahnhof durch die Innenstadt talwärts zum Bootshaus zu gelangen, natürlich in voller Rudermontur, den Skull auf den Schultern und die Flaggen im Arm. Manch einer der Passanten drehte sich erstaunt zu uns um: Karneval verpasst? Harmlose Irre entlaufen? Höchstwasser in Verzug? Was da wohl so in den Köpfen mancher Leute vorgegangen sein mag…Egal: Um 11:00 Uhr wurde abgelegt, diesmal ohne Landdienst, in den Booten Bettelvogt: Harm/Jütten/M. + P. Schiller/Terwesten, Bummler: Muckel/
Rullmann/Schneider und Emma: Buschhaus/Dennhardt/Hebenstreit/Wischniewski. Bei inzwischen besser gewordenem Wetter wurden Schloss Oranienstein, Schloss Diez und der Ort Fachingen (Herkunft des gleichnamigen Mineralwassers) passiert, um in Balduinstein, Flusskilometer 90,7, eine gemütliche Mittagspause einzulegen, diesmal mit Wein, wobei der eine oder andere Teilnehmer seine Fahrt gänzlich ohne gemeinschaftliche Genussmittel angetreten zu haben schien! Bei Sonnenschein ging es nun weiter bis Laurenburg unter Passieren zweier bedienter Schleusen durch eine herrliche Flusslandschaft bis nach Laurenburg, wo die Boote auf einer Wiese direkt unter dem Gasthof abgelegt werden konnten. Einziges Ereignis zwischendurch: Der Enterhaken der Bettelvogt ging bei einem Schleusenmanöver zu Bruch; war aber an der Bruchstelle wohl schon durch Pilzbefall morsch geworden. Nach einem Sonnenbad auf der Gasthof-Terrasse wurde das Abendessen eingenommen; allgemeine Müdigkeit führte zu einer frühen Nachtruhe.

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Am Mittwoch, 9. Mai, wurde um 9:30 Uhr die letzte Etappe angetreten: kein Landdienst, in den Booten Bettelvogt: Buschhaus/Harm/Jütten/Rullmann/Wischniewski, Bummler: Dennhardt/Muckel/Schneider und Emma: Hebenstreit/
Rosenbaum/M. + P. Schiller/Terwesten. Mittagspause bei strahlendem Sonnen-schein beim Nassauer Kanu-Club (Nassau an der Lahn, nicht Nassau/Bahamas; dürfte klimatisch ein kleiner Unterschied sein…), Flusskilometer 116,6, danach Weiterfahrt nach Bad Ems zum Ruderverein Bad Ems, Flusskilometer 124,3, Ankunft 14:15 Uhr. Dort wurden die Boote abgeriggert und für die Heimfahrt vorbereitet. Nachdem der Bus aus Laurenburg gekommen war, setzte man sich noch zu einem Eis im Kurzentrum von Bad Ems zusammen, um dann die Heimfahrt anzutreten; Ankunft in Uerdingen um 20:00 Uhr.
Insgesamt wurden auf der Fahrt 112 Flusskilometer zurückgelegt. Dank der hervorragenden Organisation durch K. E. Dennhardt wird die Tour bei allen Teilnehmern einen lang anhaltenden positiven Eindruck hinterlassen; Stimmung und Teamgeist ließen kaum zu Wünschen übrig. Auch wenn die Fahrt vom Wetter her nicht überzeugte, kann Wiederholern nur empfohlen werden, zur ähnlichen Jahreszeit aufzubrechen: Die zahllosen Camping-, Kanu- und Kajakclubs am Ufer, die Anfang Mai noch ihren Winterschlaf halten, lassen einen erahnen, dass während der Saison das Rudern auf der Lahn zu einem Spießrutenlaufen wird.
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Bericht der Radler: Wegen der schier unüberschaubaren Anzahl der Freiwilligen, die einen entsprechenden Bericht abliefern wollten, wurde auf die Beauftragung eines einzelnen Berichterstatters verzichtet; ein Report der Radler entfällt daher.

Himmelfahrtstour auf dem Main

Himmelfahrtstour auf dem Main 31. Mai – 4. Juni 2000 – die Fahrt, die beinahe nicht stattgefunden hätte –

Teilnehmer: H.-U. Buschhaus, A. + K. E. Dennhardt, U. + F.-H. Diekmann, M. Jütten, M. + A. Kleinbrahm, A. + F. Rosenbaum, M. + P. Schiller, B. + V. Terwesten 1

Organisation: P. Schiller

Ruderer: H.-U. Buschhaus, K. E. Dennhardt, U. + F.-H. Diekmann, M. Jütten, A. Kleinbrahm, F. Rosenbaum, M. + P. Schiller, V. Terwesten

Radlerinnen: A. Dennhardt, M. Kleinbrahm, A. Rosenbaum, B. Terwesten

Bericht: H.-U. Buschhaus (Ruderer), B. Terwesten (Radlerinnen)

Nachdem am 30. Mai abends bei wolkenverhangenem Himmel Emma (4er mit) und Bummler (2er mit) ihre Plätze auf dem Bootshänger gefunden hatten und das sonstige Zubehör im Bus und Hänger verstaut war, waren sich die Teilnehmer sicher: Morgen geht’s los in Richtung des Stammquartiers „Weinhaus Flach“ in Erlabrunn, nicht weit von Würzburg, und zwar vormittags mit dem Bus die Ehepaare Dennhardt, Kleinbrahm und Schiller, nachmittags nach Feierabend die Terwestens mit der Beiladung M. Jütten, und am nächsten Tag ganz früh morgens – noch fast in der Nacht – die Diekmänner mit der Beiladung Buschhaus.2